Wir erkunden, wie wir unsere Bauchmuskeln einsetzen können, um unser Brustbein nach hinten zu bewegen und so verschiedene Teile der Wirbelsäule zu runden. Wenn wir die Richtung dieser proximalen (von der Körpermitte ausgehenden) Bewegung bewusst steuern können, können wir dann Teile der Wirbelsäule erreichen, die bisher “blinde Flecken” waren? Vielleicht können wir die Rundung sogar an der Wirbelsäule hoch und runter “rollen”?
FeldenkraisstundenBrustbein rückwärts, dabei die Brustwirbel runden
Feldenkraisstunden Feldenkraisstunden mit UhrenBein zur Seite mit kleiner Beckenuhr
Auf dem Rücken liegend und mit aufgestellten Beinen legen wir ein Bein seitlich auf ein festes Kissen, so dass es jederzeit entspannt bleiben kann. Dann schauen wir uns an, wie sich das Becken im Verhältnis zum passiven Bein und seinem Hüftgelenk bewegen kann: wie wir den proximalen (mittleren) Teil im Verhältnis zum distalen (äußeren) Teil bewegen können. Dadurch werden nicht nur Spannungen im Becken gelöst, sondern auch in den Beinmuskeln, insbesondere im Psoas und in den Adduktoren an der Innenseite des Oberschenkels.
Feldenkraisstunden Feldenkraisstunden mit UhrenFeldenkrais im Bett (Beckenuhr schräg auf dem Bauch)
Auf dem Bauch, mit einem Bein zur Seite hochgerutscht (die schräge Bauchlage), verbessern wir das Liegen beim Einschlafen, indem wir eine Version der Beckenuhr auf dem Bauch machen. Am Ende der Stunde kann vielleicht sogar der Kopf auf einer Uhr auf der Gesichtsseite entlang rollen und dabei das Becken mitnehmen?
Feldenkraisstunden Feldenkraisstunden mit UhrenDie Brustkorb-Uhr
Die Brustkorbuhr (AY083, Abdominal Clock) ist eigentlich eine Kombination aus der “Wirbelsäule wie eine Kette” und der “Beckenuhr”-Stunden. Der Schwerpunkt liegt hier auf der natürliche Aktivierung der Bauchmuskulatur. Wir stellen uns eine Wanduhr hinter der Brust vor und heben sowohl das Becken als auch den Kopf an, um das Körpergewicht entlang der Stunden zu rollen. Bei dieser komplexen Bewegung werden Beugung und Drehung der Wirbelsäule und der Rippen kombiniert.
FeldenkraisstundenDie Wirbelsäule wie eine Kette
Zu einer beweglichen Wirbelsäule gehört ein grundlegendes sensorisches Verständnis für jeden einzelnen Wirbel der Wirbelsäule. Wir nutzen hier die Bauch- und Brustmuskeln, um den unteren Rücken zu entspannen und zu verlängern. In der Rückenlage mit aufgestellten Beinen heben wir sowohl den Kopf als auch das Becken an, um das Körpergewicht entlang der einzelnen Wirbel der Wirbelsäule auf und ab zu “schaukeln”. Dabei heben wir die Wirbel wie Glieder einer Kette. Kannst Du sie dann auch einzeln hinlegen?
FeldenkraisstundenDie Arme rollen
In der Rückenlage rollen wir die Arme und holen dabei Hilfe vom Brustkorb und Becken. In unserem Körperbild beginnen die Arme bei den Schultern und enden bei den Händen. Zur Funktion der Arme gehören aaber auch die Schulterblätter, die Schlüsselbeine, die oberen Rippen und der siebte Halswirbel. Diese Lektion hilft uns, die Arme mit Unterstützung der proximalen Teile des Körpers zu benutzen, d.h. der zentralen Teile: der Wirbelsäule, der Brust und des Beckens.
FeldenkraisstundenHüftbeuger dehnen (durch Kompression)
Wir sitzen viel zu viel und bekommen dadurch dauerhaft verkürzte Hüftbeuger, was wiederum die Muskeln im unteren Rücken verkürzt. Um die Hüftbeuger zu dehnen und verlängern, ziehen wir unser Knie zur Brust und bewegen es dann immer weiter nach außen, während wir mit Hilfe unseres Atems und unserer Bauchmuskeln den Beckenboden weiten und dehnen. Um die Muskeln an der Körperrückseite zu längen, strecken wir das Bein mit der Ferse nach oben zur Decke und spüren, wie sich die Muskeln an der Rückseite des Oberschenkels, die “Hamstrings”, dehnen. Am Ende der Lektion liegt der gesamte Körper flach auf dem Boden, auch der untere Rücken.
FeldenkraisstundenDie Hände verschränkt nach vorne strecken
In der Rückenlage lockern wir unsere Finger, Handgelenke und Schulterblätter mit einem kleinen “Breakdance”: Mit verschränkten Händen machen wir eine Wellenbewegung mit den Handgelenken und Armen, wobei die Hände erst nach außen und dann auch nach innen zeigen (ist das möglich?). Mit aufgestellten Beinen strecken wir die verschränkten Hände nach vorne und dann zur Seite, so dass auch der Oberkörper zur Seite rollt, vielleicht mit ein wenig Hilfe des Beckens. Die Lektion erhöht die Drehung der Wirbelsäule, verlängert die Beine und macht den ganzen Körper flach.
FeldenkraisstundenSelbst-Umarmung – den Kopf freier rollen
In dieser Allrounder-Lektion: “Selbst-Umarmung – den Kopf freier rollen”, lockern wir Nacken, Brustkorb und Schulterblätter, indem wir uns selbst umarmen und zur Seite rollen. In der Rückenlage werden zunächst die Hüftgelenke angesprochen, indem wir ein Bein aufstellen und das Becken zur Seite rollen. Dann knicken wir die Fußgelenke seitwärts und rollen die Fußsohlen in Querrichtung. Wir lockern Brust und Schulterblätter, indem wir uns umarmen und zur Seite rollen. Und schließlich benutzen wir unsere Augen, um noch weiter zu rollen.
FeldenkraisstundenBeckenbodenübung: “V”-Bewegungen mit Atmen
In der Rückenlage, mit aufgestellten Beinen, lernen wir das Becken diagonal in “V”-Bewegungen zu rollen, als würden wir uns entlang des Buchstaben “V” orientieren, und zwar in beiden Richtungen: das “V” sowohl kopfwärts als auch fußwärts gerichtet. Um evtl. verspannte Muskulatur im Beckenbereich sowie rund um die Hüftgelenke zu erreichen, nehmen wir die Atmung und die sanfte Ausdehnung der Unterbauch- und Beckenbodenmuskulatur zu Hilfe. Eine ruhige und konzentrierte Stunde, die den ganzen Körper in jeder Hinsicht “platt” macht.


