Für viele Menschen ist diese Lektion ein echter Augenöffner und ein tiefer Einblick in die kontralateralen (diagonalen) Bewegungen unseres Rumpfes beim Gehen. Lassen wir wirklich jede Schulter bei jedem Schritt mitschwingen? Dreht sich der Brustkorb um seine Achse oder halten wir ihn irgendwie fest? Und wie hängt das alles mit der Bewegung der Hüften und des Beckens zusammen? In der Rückenlage lernen wir, das Becken und den Brustkorb in kontralateralen Bewegungen zu organisieren. Die Betonung liegt darauf, die Mitte zu spüren, die sich in verschiedene Richtungen bewegt, so wie man ein Tuch auswringt.
FeldenkraisstundenKontralaterale Bewegungen für einen schwungvolleren Gang
FeldenkraisstundenBesseres Gehen mit Diagonalen
Diese Lektion konzentriert sich auf die Hüft- und Schulterdiagonalen, um Dein Gehen zu verbessern. Manche Menschen sind sich nicht bewusst, dass sich eine Schulter beim Gehen weniger bewegt als die andere, manche halten sogar eine oder zwei Schultern steif, während sie gehen. Hauptsächlich in der Rückenlage, mit einigen Erläuterungen im Stehen, wird in dieser Lektion der Einsatz der Diagonalen von einer Hüfte zur kontralateralen Schulter untersucht. Kannst Du eine Schulter und die gegenüberliegende Hüfte gleichzeitig anheben bzw. nach hinten drücken?
FeldenkraisstundenSeitwärtsbeugen für einen besseren Gang
Beim Gehen gibt es nicht viel Seitenneigung, aber genug, um als Einschränkung zu wirken, wenn diese Funktion behindert wird. Diese Lektion befreit die Rippen und die Wirbelsäule und verfeinert das Bewusstsein für die Seitwärtsbeugung für einen besseren Gang, vom Kopf bis zum Steißbein. Sogar der Nacken hat die Fähigkeit, sich zur Seite zu neigen. Besonders Menschen mit Skoliose werden diese Lektion als befreiend empfinden. Das Ergebnis dieser Seitenbeuge-Lektion ist ein besserer, freierer Gang.
FeldenkraisstundenEinfaches Drehen
Auf dem Rücken liegend drehen wir die Wirbelsäule in verschiedene Richtungen, wobei die Beine gekreuzt sind und die Hände mit zusammengelegten Handflächen zur Decke zeigen, als ob wir beten oder klatschen würden. Die Lektion verdeutlicht den Einsatz der Beuger und Strecker als Bremser oder Helfer, differenziert die Augen im Verhältnis zum Kopf und macht den Brustkorb deutlich weicher. Es ist eine gute Einstiegslektion, aber auch eine tief entspannende Stunde für fortgeschrittene Feldenkrais-Praktizierende.
FeldenkraisstundenDie Halbbrücke
Während die Halbbrücke eine Vorbereitung für die volle, akrobatische Brückenposition ist, sind die kleinen Schritte zur Lockerung der Schultern und des Brustkorbs auch für weniger gymnastisch veranlagte Menschen gut geeignet. Wir stellen ein Bein auf und legen die gleiche Hand neben dem Kopf auf den Boden, ABER mit den Fingern in Richtung nach unten. Wenn wir das Becken zur Seite rollen und den Rücken in der Halbbrücke anheben, ist es viel einfacher, die ganze Handfläche auf den Boden zu legen.
FeldenkraisstundenDen Arm hinter dem Kopf
(Inspiriert durch Alfons Grabher)
Langsam und behutsam bringen wir einen Arm hinter den Kopf und lösen so die Spannung in der Schulterblattmuskulatur, während wir das Gehirn davon überzeugen, dass dies durchaus möglich ist. Das Ergebnis der Lektion: lange Arme, breite Schultern und Leichtigkeit im Umgang mit den Armen über Kopf. Eine geniale Bewegungssequenz zur Verbesserung der Schulterbeweglichkeit und der Brustflexibilität. Am besten geeignet für Schultern, die sich “verklebt” anfühlen, und einen starren oberen Brustkorb.
FeldenkraisstundenDie Ellenbogen nach vorne heben
(AY45, Lifting the elbows to the front)
Wie viele seltsame Positionen können wir mit unseren Armen einnehmen? Dank des unglaublichen Bewegungsspielraums unserer Schulterblätter – eine ganze Menge! In dieser Lektion werden die Muskeln rund um die Schulterblätter, insbesondere in und um die Achselhöhle, beansprucht. Da der Unterarm sich fast um sich selbst drehen kann, ist es tatsächlich möglich, dabei den Handrücken auf den Bauch oder die Brust zu legen. Dies wird u.a. durch eine Auswärts- und Aufwärtsdrehung jedes Schulterblatts ermöglicht.
FeldenkraisstundenHände hinter dem Rücken
(AY323 Shoulders behind the back)
In der Rückenlage stecken wir eine Hand hinter dem unteren Rücken und liegen somit auf dem Handrücken. Mit einem Fuß aufgestellt rollen wir dann das Becken: mal vom “gesperrten” Schulter weg, mal auf ihn zu. Am Ende legen wir beide Hände hinter den Rücken und rollen das Becken zu den Seiten. Dies löst die Schulterblattmuskulatur und macht die Rippen frei und geschmeidig. Als Erweiterung der ursprünglichen Lektion bringen wir etwas Flexion in den Mix, um die Brust noch geschmeidiger zu machen. Zum Schluss noch eine Überraschung: Ist es möglich, sich mit den Händen hinter dem Rücken aufzusetzen?
FeldenkraisstundenDie Beine “überkreuzt” (Knie in der Kniekehle)
Auf einer Wange liegend, mit einem Knie zur Seite gebeugt, erkunden wir die Möglichkeit, das andere Knie in die Kniekehle des gebeugten Beins zu schieben. Was passiert dann mit Kopf und Hals, wenn wir das Becken im Kreis bewegen? Mit ziemlich gedrehter Wirbelsäule (wegen der Position der Beine) stellen wir die Arme wie eine Eidechse auf und rollen den Kopf, indem wir den ganzen Oberkörper von einer Seite zur anderen bewegen und dabei die Schulterblätter loslassen. Wenn wir uns auf Unterarme und Ellbogen stützen, können wir dann noch die Beine zu einer Seite “kreuzen” und vielleicht einige abenteuerliche Kreisbewegungen mit Becken und Brust ausführen?
FeldenkraisstundenAuf den Ellenbogen und Knien das Becken versetzen
Auf den Ellenbogen/Unterarmen und Knien suchen wir nach Stabilität und Leichtigkeit, indem wir das Gewicht des Beckens langsam von einem Knie auf das andere verlagern. Und dann den Oberkörper von einem Ellbogen zum anderen. Wo genau befindet sich die tragende Säule? Indem wir ein Bein hinter dem anderen überkreuzen, schaffen wir eine Situation der Instabilität und erforschen, wie die Wirbelsäule sich biegt, um dies auszugleichen. Nachdem wir das Gleiche mit den Armen gemacht haben, sind auch der Schultergürtel und der Brustkorb geschmeidig.


